Was uns bewegt
- Schlachthofareal
- Kaserne
- Zeughäuser
- Schulen
- Quartierblöcke
- Bauen
- Verkehr
- PJZ Polizei- und Justitzzentrum
- Rosengarten (Verkehr)
- Geschichte des Güterbahnhofs
- Mediterrane Nächte
- Schnittstelle Stadt Zürich
- Literaturnachweis
Schlachthofareal

Am 16. September 2019 fand im Rest. Schlachthof die öffentlichen Informationsveranstaltung für Anwohnende und Gewerbetreibende zur zukünfigen Strategie und Nutzung deSchlachhofareales statt.
Auszug aus Homepage Stadt Zürich
Nutzungsstrategie Schlachthof-Areal
Die Stadt Zürich ist Eigentümerin des Schlachthof-Areals zwischen Hohl‑, Herdern‑, Basler- und Hardgut-Strasse. Das attraktive Areal mit seinen denkmalgeschützten Bauten wird seit mehr als hundert Jahren zu grossen Teilen von der Fleischwirtschaft genutzt. Die Mietverträge mit den heutigen Nutzerinnen und Nutzern laufen spätestens im Jahr 2029 aus. Die Stadt will deshalb klären, wie sie das Areal ab dem Jahr 2030 nutzen will. Sie erarbeitet dazu bis Ende 2020 eine Nutzungsstrategie. Diese Strategie wird die Basis für die weiteren Planungsschritte bis hin zu einem allfälligen Bauprojekt bilden.
Geschichte und aktuelle Nutzung
Im Vorfeld der Eingemeindung von 1893 kaufte die Stadt Zürich an der Stadtgrenze zur damalig selbständigen Gemeinde Altstetten im Gebiet des Letzibachs ein über 17 Hektaren grosses Grundstück, um einen Zentralschlachthof zu errichten. Nach einer langen Planungszeit begann man 1905 mit den Bauarbeiten. Die Ausführung des Schlachthofbaus erfolgte unter Aufsicht des städtischen Hochbauamts. Als Architekten wählte der Stadtrat Gustav Albert Uhlmann aus Mannheim. Am 1. August 1909 konnte der neue Schlachthof in Betrieb genommen werden. Die Anlage kostete schliesslich 5,85 Millionen Franken, 2Millionen mehr als ursprünglich angenommen. Die Kostenüberschreitung war auf die Bauteuerung und vor allem auf die mangelnde Erfahrung mit vergleichbaren Grossprojekten zurückzuführen. Zwischen 1982 und 1985 wurde die Anlage letztmals umfassend erneuert.
Aktuelle Zonierung / Planungsrechtliche Festlegungen

Im regionalen Richtplan (Juni 2017) ist das gesamte Schlachthofareal als «Arbeitsplatzgebiet» definiert. Arbeitsplatzgebiete dienen der langfristigen Sicherung von ausreichend grossen, zusammenhängenden und gut erschlossenen Flächen für Arbeitsnutzungen wie produktionsorientierte gewerblich-industrielle Nutzungen, Handel, Bildung, Forschung, Logistik, Gütergrossverteiler/innen und Dienstleistungen. Der erwähnte Richtplan sieht für das Schlachthof-Areal folgende Hauptfunktionen vor: «Schlachthof, ergänzend produzierendes Gewerbe oder öffentliche Bauten und Anlagen sowie Freiraum». In der aktuellen Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich liegt das Areal hauptsächlich in der Industrie- und Gewerbezone I (blau). Nur zwei kleinere Parzellen liegen in der Wohnzone 5 (orange, Wohnanteil 0 %). Ein Grossteil der Gebäude und der Umgebung auf dem Areal steht unter Denkmalschutz.
Das Schlachthof-Areal im Geviert der Herdern‑, Basler‑, Hardgut- und der Hohlstrasse umfasst eine Fläche von rund 58’000 m2 mit dem «Centravo-Areal» beziehungsweise 54’600 m2 ohne diese Parzelle.
Das sogenannte «Centravo-Areal» in der nordwestlichen Ecke des Schlachthof-Areals ist nicht direkter Gegenstand der Nutzungsstrategie. Auf diesem Areal plant die Stadt ein Gebäude zu erstellen, das als neue Wache für Schutz & Rettung sowie als neuer Sitz des Stadtarchivs dienen könnte.
Auftrag

Der Stadtrat will die Nutzung nach 2029 frühzeitig klären. Dies erfolgt ab 2019 in vier Schritten:
Schritt 1: Nutzungsstrategie (2 Jahre)
Für die Ausarbeitung einer Nutzungsstrategie gilt es die Potenziale des Areals und den Bedarf nach standortgebundenen städtischen Nutzungen zu klären. Nutzungsvarianten werden zur einer Nutzungsstrategie verdichtet, welche mögliche Konsequenzen bezüglich Anpassungsbedarf der Planungsinstrumente klären.
Schritt 2: Städtebauliches Konzept, Testplanung (3 Jahre)
Für die Erarbeitung eines entsprechenden städtebaulichen Konzepts eignet sich aus Erfahrung eine Testplanung. Am Ende des zweiten Schrittes liegt ein konkretes Nutzungs- und Bebauungskonzept vor.
Schritt 3: Planungsrechtliches Verfahren (ca. 2 Jahre)
Erfordert das angestrebte Nutzungs- und Bebauungskonzept Anpassungen des Planungsrechts, muss ein zusätzlicher Zeitbedarf von etwa zwei Jahren eingerechnet werden.
Schritt 4: Wettbewerb und Bauprojekt (ca. 4 Jahre)
Auf Basis des Nutzungs- und Bebauungskonzepts und den planungsrechtlichen Vorgaben wird allenfalls ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt.
Bis ins Jahr 2029 wird der Schlachtbetrieb auf dem Areal fortgeführt. Die Frage, ob das Areal über das Jahr 2029 hinaus Platz für die Fleischwirtschaft bieten kann und soll, ist offen und Gegenstand der laufenden Erarbeitung einer Nutzungsstrategie. Der Stadtrat hat diesbezüglich keinen Vorentscheid gefällt.
Nutzungsstrategie

Vier Phasen der Nutzungsstrategie
Die Nutzungsstrategie legt die zukünftigen Nutzungsziele für das Schlachthof-Areal fest. Dazu werden das Potenzial (Flächen) des Areals sowie der Bedarf an städtischen Nutzungen (öffentliche Bauten und Anlagen) analysiert. Varianten mit verschiedenen Nutzungskategorien bilden die Basis für die Nutzungsstrategie. Dabei soll der Grossteil des Areals für gewerblich-industrielle Nutzung erhalten bleiben. Die Nutzungsstrategie zeigt auf, wie auf dem Areal zusätzlich ein Mehrwert für das Quartier, zum Beispiel durch die Öffnung des Areals geschaffen werden kann. Ferner wird das Thema Zwischennutzung mitberücksichtigt.
Bei der Erarbeitung der Nutzungsstrategie werden die Bedürfnisse und Ideen der heutigen Mietenden, des Quartiers, des Gewerbes und weiterer Interessierter angehört. Dazu werden zu Beginn und am Ende der Nutzungsstrategie Informationsveranstaltungen durchgeführt. Während der Erarbeitung der Nutzungsvarianten werden Echoräume veranstaltet, zu denen Vertreterinnen und Vertreter der erwähnten Gruppierungen eingeladen werden.
Kasernenareal

Mit dem Abriss des Güterbahnhofs und dem Bau des Polizei- und Justizzentrums werden die Kaserne, das Zeughausareal und die Kasernenwiese per 2018 frei (zumindest theoretisch). Stadt und Kanton nehmen dies zum Anlass, sich jetzt schon Gedanken zu machen, wie künftige Nutzungsformen aussehen können, damit ein naht- und reibungsloser Übergang in die Wege geleitet werden kann. Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, sich am Planungsprozess zu beteiligen.
Agenda des Beteiligungsverfahrens:
6. April 2013 Sammeln von Ideen und Vorstellungen der Bevölkerung in Workshops, Tischgesprächen…
15. Juni 2013 Verdichten der Ergebnisse des 6. Aprils und Formulieren gemeinsamer Ziele, die in die Erstellung des Masterplanes einfliessen.
19. September 2013 Kommentieren. Besonders wichtige Punkte für die Planungsarbeit können noch einmal betont werden.
März 2014 Feedback. Der Masterplan wird vorgestellt und kann noch einmal kommentiert werden.
Der Quartierverein ist mit dabei und wird sich für Belange des Quartiers einsetzen.
Weitere Infos:
Imobilienamt Kt. Zürich zum Kasernenareal
Hochbaudepartement Stadt Zürich
Die Ortsgeschichtliche Kommission Aussersihl (OGK) ist eine Organisationseinheit des Quartiervereins Aussersihl-Hard, welche selbständig und unabhängig orts- und kulturgeschichtliche Themenkreise bearbeitet. Die OGK hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Quartiergeschichte des Aussersihls ihren Mitbürgern näherzubringen.
Die OGK wurde im Jahr 1997 gegründet. Ein Kreis von damaligen Vorstandsmitgliedern erkannte, dass dieser innerstädtische Bereich einem enormen Druck auf Veränderungen ausgesetzt war. Zahlreiche, landesweit bekannte Einrichtungen der Eisenbahn, die Militärkaserne oder die Sihlpost liegen auf Aussersihler Boden. Sie alle haben ihre Geschichte, ebenso die ehemalige Gemeinde Aussersihl.
Das Aussersihl umfasst die Quartiere Werd, Langstrasse und Hard. Ursprünglich war Aussersihl eine selbständige Gemeinde im Westen von Zürich. 1893 wurde sie eingemeindet und bildet heute den Zürcher Stadtkreis 4. Er setzt sich aus verschiedenen Straßenzügen zusammen. Die Langstrasse ist unbestritten die schweizweit bekannteste „Meile”.
Die Entwicklung des Aussersihls hat eine vielfältige Quartiergeschichte geprägt und diese ist für unser Quartier uns sehr wichtig.
So unterstützen Sie uns:
Besitzen Sie Unterlagen, Fotografien und Informationen zur Geschichte von
Aussersihl?
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit diese Dokumente erhalten und ausgewertet werden können.
Haben Sie Interesse daran, Aspekte der Geschichte von Aussersihl zu erforschen und zu dokumentieren? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit wir Möglichkeiten Ihrer Mitarbeit mit Ihnen besprechen können.
Zeughäuser
Schulen
Quartierblöcke
Bauen
Verkehr
PJZ Polizei- & Justizzentrum
Baudirektion Kanton Zürich
Mit dem Bau des Polizei- und Justizzentrums (PJZ) auf dem Areal Güterbahnhof in Zürich Aussersihl-Hard entsteht ein Kompetenzzentrum für die Bekämpfung der Kriminalität. Das PJZ erlaubt die Zusammenführung der heute auf über 30 Standorte verteilten Kantonspolizei mit den Strafverfolgungsbehörden und dem Polizei- und Justizgefängnis.
Info-Veranstaltung vom 23.5.2013, Zusammenfassung der Präsentation als pdf-Datei zum Herunterladen.
Auch sehr interessant: Güterbahnhof reloaded (oder: wie es halt doch nicht dazu kam)



Rosengartentram & Rosengartentunnel

Ein gemeinsames Projekt: Stadt Zürich & Kanton Zürich
Im Gesamtprojekt Rosengartentram & Rosengartentunnel (2,3 km) sollen alle Verkehrsträger optimal aufeinander abgestimmt werden. Mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs soll die Gesamtkapazität der Rosengartenachse gestärkt und gleichzeitig der wichtige Tram-Knotenpunkt beim Hauptbahnhof entlastet werden. Die ganzheitliche Lösung wird von Stadt und Kanton Zürich unterstützt und soll zu einer merklichen Verbesserung der Lebensqualität in den angrenzenden Quartieren führen.
Am 25.3.2019 hat der Kantonsrat mit einer Mehrheit von 106:61, trotz angebrachten Bedenken, dem Antrag Rosengartentunnel zugestimmt. Kritiker des Vorhabens befürchten nun, dass bei der Realisierung des Milliarden-Projektes den Anwohnenden eine Mehrbelastung statt Entlastung bescheren wird. Bereits heute werden am Rosengarten täglich weit über 50’000 Fahrten pro Tag verzeichnet. Zukünftig werden auch verschiedene Quartiere durch Abbrüche von Liegenschaften, infolge Umbau des Albisriederplatzes (neue Tramlinienführung), sowie beim Tunnelportal in Wipkingen belastet und vom Verschwinden von Parks, Grünflächen und Baumalleen direkt betroffen sein.
Einzelne Parteien, Parlamentarier und Interessengruppierungen haben gegen diesen Entscheid das Referendum ergriffen und umgehend eine Unterschriftensammlung eingeleitet. Wenige Wochen nach Beginn war das Komitee «Rosengartentunnel NEIN» am Mittwoch 15. Mai 2019 in der Lage das Referendum, mit über 5000 gültigen Unterschriften, der Kantonsregierung zu überreichen. Man rechnet damit, dass die Stimmberechtigten im November 2019 an der Urne über das Projekt abstimmen werden.
- VBZ Linienkonzept 2025
- Auszug Protokoll Stadtrat zu GR Nr. 2019⁄228 vom 21. August 2019.
- Verknüpfte GR-Geschäfte zu GR Nr. 2019⁄228
- Stadt Zürich & Downloads Dokumente & Bilder
- Haltung des Stadtrats zur Rosengarten-Vorlage 13.11.2019
| Chronologie der Strassenplanung in Zürich von 1960 bis 2032Wie das Provisorium Rosengarten/Hardbrücke mit täglich über 50’000 Fahrzeugen entstand. | |
| 1960 | Festlegung Nationalstrassennetz (inkl. Expresstrasse Ypsilon Sihlhochstrasse) durch eidgenössische Räte. |
| 1972 | Eröffnung Provisiorum Westtangente mit Hardbrücke ohne Fertigstellung der Schnellstrasse Ypsilon (Sihlhochstrasse). |
| 1975 | Widerstand des Quartiers Wipkingen und Umweltverbände mit der Forderung auf Reduktion des Rosengartenstrasse auf zwei Fahrspuren. |
| 1985 | Eröffnung Nordumfahrung. Vorübergehende Verkehrsabnahme. |
| 1996 | Baubeginn Westumfahrung inkl. Uetlibergtunnel. |
| 2005 | Konzept «Neue Wege für Zürich» von Kanton und Stadt Zürich mit Waidhaldentunnel bis Toni-Knoten (Hochschule der Künste). 4‑spurige Strasse soll die Limmat angehängt an den Eisenbahnviadukt der Käferberglinlie überqueren. |
| 2007 | Aufnahme des Waidhaldentunnel mit Unterquerung der Limmat in Richtplan durch Kantonsrat. Gemäss Regierungsrat ist diese Variante wegen des Grundwasserschutzes nicht bewilligungspflichtig |
| 2009 | Eröffnung der Westumfahrung und Auflage des Bundesgerichtes für flankierende Massnahmen auf Westtangente südlich der Hardbrücke. |
| 2010 | Initiative für Rosengartentram (ohne Ersatzmassnahmen für den Strassenverkehr) wird von den Stadtzürchern abgelehnt. Ergebnis wird nicht als Votum gegen neue Tramlinie gewertet. Etappe 1: Tram Zürich-West (2010) Zürich-West entwickelt sich noch schneller als die anderen Gebiete der Stadt. Bereits im Jahr 2015 wird dieses Quartier fertig gestaltet sein. |
| 2012 | Kantonsrat überweist auf Antrag von Carmen Walker Späh (Kommission für Planung und Bau) eine Motion. Regierung wird gegen ihren Willen verbindlich aufgefordert, gemeinsam mit der Stadt Zürich eine Kreditvorlage für den Waidhaldentunnel zu |
| Kantonsregierung und Stadtrat legen gemeinsames Konzept für einen Rosengartentunnel (Irchel bis Hardbrücke) und ein Rosengartentram vor. Der Verkehr soll für über 1 Milliarde Franken von der Rosengartenstrasse in einen Tunnel verlegt werden. Oberirdisch könnte die neue Tramlinie das Quartier wieder verbinden. Eine Vereinbarung zwischen Stadt und Kanton Zürich, bezüglich Begrenzung des Durchgangsverkehres auf max. 56’000 Fahrzeuge pro Tag, wird festgelegt. Die Westtangente wird von den Behörden seit über 40 Jahren als Provisorium angesehen. | |
| 2015 | Etappe 2: Tram Hardbrücke (2015) Damit der öffentliche Verkehr in Zürich-West noch besser ins Rollen kommt, soll in einem zweiten Ausbauschritt die Tramlinie 8 über die heutige Endstation Hardplatz bis zum Werdhölzli verlängert werden. Dadurch wird die Anbindung an die S‑Bahnstation Hardbrücke für Zürich-West verbessert. |
| 2016 | Antrag des Regierungsrates für Projekt Rosengartentram und Rosengartentunnel in der Stadt Zürich; Erlass eines Spezialgesetzes und Bewilligung eines Rahmenkredits. |
| 2018 | Kanton Zürich Richtplan, Teilrevision 2016; Antrag der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt. |
| 2019 | Dem Antrag wird vom Kantosrat mit 106:61 zugestimmt. Referendum wird ergriffen und am 15.5.2019 mit über 5000 gültigen Unterschriften eingereicht. Voraussichtlicher Urnengang im November 2019. VBZ Linienkonzept 2025 Auszug aus dem Protokoll Stadtrat / GR Nr. 2019⁄228 vom 21. August 2019 & verknüpfte Geschäfte zu GR Nr. 2019⁄228 |
| 2019 | Invormationsveranstaltung 18.11.2019 in Wipkingen Infoveranstaltung Wipkingen PDF |
| 2020 | Segen oder Fluch für die betroffenen Quartiere?Rundgang mit Podiumsgästen entlang dem Projektgebiet am 11. Januar 2020 Kontradiktorisches Podium Dienstag, 14. Januar 2020 zur kantonalen Abstimmung vom 9. Februar 2020, mit Fokus auf die Auswirkungen des Projekts auf die Stadtkreise 3, 4 und 5 PDF Flyer Rosengarten / Visualierung: © Nightnurse Images, Zürich Veranstalter: Quartierverein Aussersihl-Hard (8004.ch) & Quartierverein Zürich 5 Industrie (chreis5.info) Städtebau Stammtisch «Rosengarten Zürich» am 22. Januar 2020Veranstalter: HOCHPARTERRE |
| 2020 | Etappe 3: Tramtangente Rosengarten Neue Streckenabschnitte werden Milchbuck und Escher-Wyss-Platz, Hardplatz und Albisriederplatz sowie Farbhof und Hermetschloo verbinden. |
| 2020 | Am 9. Februar 2020 haben die Stimmberechtigten des Kantons Zürich die Vorlage deutlich mit über 62 % Neinstimmen abgelehnt.NZZ Artikel vom 9.2.2020Abstimmungsergebnis |
| 2025 | Etappe 4: Tramtangente Zürich-Süd und Verlängerung der Forchbahn. An Infrastruktur werden in dieser vierten Bauetappe die Strecken Kalkbreite – Bahnhof Wiedikon, Schmiede Wiedikon – Laubegg sowie der Ausbau der Bahnhofbrücke realisiert. |
| ab 2032 | Fahrzeuge fahren durch den Rosengartentunnel und neue Tramverbindung schafft die ersehnte Quartieraufwertung. |
| Was ist Dein Plan für Zürichs Zukunft Gestalte mit uns den ÖV 2050 | |
Geschichte des Güterbahnhofs

Die Geschichte Zürichs ab dem 19. Jahrhundert, und insbesondere die Geschichte Aussersihls, ist eng an den Güterbahnhof geknüpft. Die Geschichte des Güterbahnhofs wiederum ist eine Geschichte von Pioniergeist und Mut, von Spekulationen und geplatzten Träumen, vom Wachstum und der Entwicklung einer Stadt und einer ganzen Region. Der Güterbahnhof war das Tor zur Welt. Waren von ausserhalb drängten in die Region, Waren der Region wurden nach Europa und weiter in alle Welt versandt, Waren wurden verladen, umgeschlagen, gelagert, transportiert. Der Wohlstand der gedeihenden Stadt gründete sich nicht nur auf die zwinglianisch-inspirierte Geschäftstüchtigkeit, sondern auch auf den Standortvorteil, den der gut funktionierende Güterbahnhof bot.
Aussersihl ist durch seine günstige Lage die Keimzelle des Güterbahnhofs. Nirgends sonst hätte dieser besondere Ort entstehen können. Der Güterbahnhof prägte daher die Geschichte dieses Quartiers ganz besonders: Arbeitsplätze waren vorhanden, die markante Architektur prägte das Stadtbild. Noch heute ist die eindrucksvolle Fassade ein Blickfang und manch einer wundert sich, dass dies kein Palast ist, sondern „nur“ ein alter Güterbahnhof.
Die folgende Übersicht ist zusammengefasst aus:
1897–1997: 100 Jahre Güterbahnhof Zürich. Eine ausführlichere Chronologie zum Herunterladen:
Chronologie_Güterbahnhof
Die gebundenen Broschüren sind leider vergriffen…
Broschüre 100 Jahre GüBhf PDF
Pionierzeit
Ab 1845 werden die Eisenbahnen zunehmend wichtiger, Zum ersten Mal ist es möglich, Passagiere und Fracht in grösserer Anzahl, schnell und kostengünstig über weite Strecken zu transportieren. Eisenbahngesellschaften werden gegründet, die neue Technik rückt Menschen und Orte näher zueinander. 1850 wird eine erste offene Güterrampe beim 1847 erbauten Zürcher Bahnhof eingerichtet. Der erste eigentliche Güterbahnhof entsteht aber erst 1863 auf dem Westufer der Sihl.
Das Güteraufkommen vervielfacht sich (von 8000 Tonnen im Jahr 1855 auf 200’000 Tonnen im Jahr 1864). 1874 hat das Güteraufkommen 427’000 Tonnen erreicht und es wird immer deutlicher, dass ein neuer Güterbahnhof erforderlich ist.
1893 wird Aussersihl im Rahmen der Ersten Eingemeindung ein potentieller Standort für den neuen Güterbahnhof.
Projekt und Bau „Neuer Güterbahnhof“
Ein erstes Projekt, das auf der Idee Mosers von 1874 basiert, bildet die Keimzelle für den neuen Güterbahnhof. Form und Lage werden entworfen, diskutiert, verworfen und überarbeitet. Schliesslich einigt man sich auf den Standort Aussersihl.
Für die damalige Zeit modernste Baumethoden kommen zum Einsatz. Ebenso modern und später weltweit nachgeahmt ist das Sägezahnprinzip: an den Kopfbau mit Verwaltung, Zollamt und Haupteingang sind beidseitig die Güterumschlagshallen angehängt. Jede Halle verfügt über eine eigene Rampe, die separat angefahren werden kann. So werden unnötige Wartezeiten vermieden.Im Projekt berücksichtigt ist auch die Anbindung an das Quartier und an den bereits projektierten Schlachthof an der Herdernstrasse. Am 24. August 1896 erfolgt der Spatenstich, im Spetember 1897 ist der Güterbahnhof vollständig bezugsbereit.
Einige technische Daten des Güterbahnhofs:
- Im Expeditionsgebäude sind 126 Tonnen Eisen verbaut.
- Die Anlagen umfassen ein Areal von mehr als 100’000 Quadratmetern. Darauf stehen der dreistöckige Verwaltungstrakt (Expeditionsgebäude), die ca. 400m lange Empfangshalle mit 11 Staffeln à 4 Güterwagen (Kapazität inkl. offene Rampen: 48 Wagen) sowie die rund 250m lange Versandhalle mit 4 Staffeln à 4 Güterwagen (20 Wagen).
- Über der Erde verdoppelt sich die nutzbare Fläche auf rund 15’000 Quadratmeter
- Unter dem Güterbahnhof liegt ein Kellergewölbe mit mehr als 7’000 Quadratmetern Lagerfläche. Die 50 riesigen Holz- und Zementfässer fassen zusammen mehr als 6’100 Hektoliter und werden direkt aus den in den oberirdischen Hallen stehenden Eisenbahnwagen abgefüllt. Von insgesamt 9,5km Gleis verlaufen gut 500m gedeckt.
- Im ersten vollen Betriebsjahr (1898) werden 673’000 Tonnen Güter umgeschlagen. Tag und Nacht sind mehr als 500 Personen beschäftigt.



Die ersten Jahre – Spekulation und Krisen
Das enorme Kapital, das durch den Güterbahnhof nun nur einigen wenigen zugute kommt, stösst zunehmend auf Kritik. Nun wollen alle am neuen Wohlstand teilhaben. 1898 beschliesst das Volk die Verstaatlichung der Eisenbahnen, 1901 übernehmen die neugegründeten SBB den Güterbahnhof.
Arbeiterkampf und die logistischen Hochs und Tiefs von Krieg und Rezession prägen die nächsten Jahrzehnte. Im Kriegsjahr 1916 wird erstmals die Millionengrenze überschritten: 1’165’000 Tonnen an Gütern werden umgeschlagen. Derweil wächst das Quartier Aussersihl um den Güterbahnhof.
Trotz des 2. Weltkriegs kommen die SBB an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Der kriegsbedingte Aufschwung führt auch zu Erweiterungsbauten. Direkt nach Kriegsende erreicht der Güterverkehr einen neuen Höhepunkt: Ende des Jahres sind zeitweise über 1000 Personen beschäftigt, die pro Tag 800 bis 900 Waggons be- und entladen.
Nach dem Krieg
In den 50er und 60 Jahren finden weitere bauliche Massnahmen statt. Ca. 1952⁄53 kommen die ersten Hubstapler zum Einsatz. In den 60er Jahren leben rund 100 italienische Gastarbeiter im SBB-Barackendorf Herdern auf engstem Raum zusammen, die meisten arbeiten im Güterbahnhof. Die unhaltbaren Wohnbedingungen werden auch in der italienischen Zeitung „L’Unità“ kritisiert. Das sogenannte „Ledigenheim“ entsteht jenseits des Gleisdreiecks vor dem Güterbahnhof (Brauerstrasse 118–124). 1961 und 1970 werden Rekordmengen von je 1’140’000 Tonnen umgeschlagen. Trotzdem zeichnet sich das Ende einer Epoche ab: Fracht wird zunehmend auf die Strasse verlegt. Trotzdem ist sich die Stadt der Bedeutung des Bauwerks bewusst: der Güterbahnhof Zürich wird 1986 vom Stadtrat ins „Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung“ aufgenommen.
Das Ende
Der Güterbahnhof ist, räumlich und architektonisch vernetzt, ein fester Bestandteil des Quartiers geworden. Bis ende 2009 wird er noch von SBB Cargo benutzt. Seit Anfang des Jahres ist das Zollbüro aufgehoben, der Verkehr läuft über den Containerterminal Niederglatt. Trotzdem ist der Güterbahnhof nicht gänzlich verwaist: einige Firmen nutzen die Lagerhallen noch, der Quartierverein hat sein Lager dort, gelegentlich findet eine Feier, eine Ausstellung, ein spontaner Anlass statt. Der Dornröschenschlaf ist sehr oberflächlich.
2003: Das Stimmvolk bewilligt mit 55,7% Mehrheit einen Baukredit von 490 Mio. Fr für ein neues Polizei- und Justizzentrum, für das der Güterbahnhof weichen soll.
2005: Das Zollinspektorat Zürich bezieht neue Räume im Freilager Albisrieden.
2009: Eine neue Kostenschätzung veranschlagt die Kosten für den Bau auf Fr. 700 Mio. Fr., also 210 Mio. Fr. mehr, als vom Volk bewilligt.
1. August 2009
Unter der Federführung des Quartiervereins wird bei heissem Hochsommerwetter die Bundesfeier auf der Rampe gefeiert. Zwischen Grillwurst, Wein und Musik fragt man sich, ob es wirklich nötig ist, den Güterbahnhof abzureissen.
13. April 2010
Dank massiver Abstriche liegt das geplante Kostendach nun bei 569 Mio. Fr. Das sind „nur“ noch 30 Mio. Fr. mehr, als vom Volk bewilligt. Dies soll durch eine rigorose Verzichtsplanung erreicht werden. Eines der Hauptziele des Projekts, die Vereinigung aller Stellen unter einem Dach, wird jedoch verfehlt, denn die Spezialfahndung für Schwerverbrecher, Teile der Verkehrspolizei und die Einsatzzentrale der Kantonspolizei fallen nun weg. (Tagesanzeiger vom 14. April 2010)
Verschiedene politische Parteien und Verbände wie auch der Quartierverein Aussersihl-Hard, beschliessen daraufhin, Widerstand gegen das Projekt zu leisten.
Die Vision: Güterbahnhof Reloaded
Das Manifest: die Alternative zum PJZ
29. Juni 2010
Der Kantonsrat entscheidet sich gegen das PJZ.
04.09.2011
gegen den Entscheid des Kantonsrat wurde das Behördenreferendum ergriffen. Das Stimmvolk entscheidet sich für den Bau des PJZ.
Der Abriss
Mitte 2013 fahren die Baumaschinen auf. Der Güterbahnhof wird dem Erdboden gleichgemacht.
Ab 2024 solle das neue Gebäude bezugsbereit sein. Termin- und Kreditüberschreitungen sind nicht planbar…
Güterbahnhof reloaded
… kein Stein bleibt auf dem anderen…
Trotz unserer Bemühungen existiert der Güterbahnhof nicht mehr.
Dennoch wollen wir die Geschichte unseres Kampfes für den Erhalt des Güterbahnhofes nicht archivieren, sondern hier stehen lassen – unplugged sozusagen. Sie ist ein Zeitzeugnis – eine der vielen Episoden in der wechselvollen Geschichte unseres Quartiers. Und sie ist ein Denkmal. Mag sein, dass irgendwann mal jemand wissen will, wie es damals hier aussah, bevor das PJZ an der Hohlstrasse stand. Einige Dokumente sind online zu finden, einiges mehr ist in unserem Lager.
2009–2010: Der Anstoss
Am 1. August 2009 feierten wir im Güterbahnhof. Wir deklarierten dies nicht nur als Bundesfeier, sondern auch als Abschied von unserem alten Prachtbau. Der Ort, eine der alten Lagerhallen und die Rampe, boten einen sehr speziellen Rahmen und zeigten – wieder einmal – dass der Güterbahnhof mehr kann als nur Waren zu lagern und umzuschlagen.
Wir feierten den Abschied mit einem resignierten Lächeln, da wir uns mit der Zerstörung dieses Kulturguts schon abgefunden hatten.

Es mehrten sich jedoch die Stimmen aus der Bevölkerung, die ebenso wie wir einen Erhalt des Güterbahnhofs befürworteten.
Frühsommer 2010: das Manifest
Wir verfassten ein Manifest, in welchem wir unser Anliegen illustrierten und versandten dies an die Presse und an alle Kantonsrätinnen und Kansonsräte.
Dies löste einiges aus:
- unser Manifest diente als Arbeitspapier und Diskussionsgrundlage
- in der Diskussion, die daraufhin auf vielen Ebenen entstand, wurde das Ergebnis der Abstimmung von Damals in Frage gestellt: das Projekt von Seinerzeit hat nicht mehr viel mit den Projekt zu tun, da nun zur Debatte stand. Kosten waren nach oben und wider nach untern korrigiert worden, das Projekt selber wurde gestrafft, gekürzt und wieder gestrafft. Am 29.09.2010 entschied sich der Kantonsrat gegen das PJZ. Rein juristisch wäre das PJZ damit vom Tisch gewesen, wie auch im PJZ-Gesetz so vorgesehen. Ein Behördenreferendum sorgte jedoch dafür, dass am 04.09.2011 erneut über das PJZ am Standort Güterbahnhof abgestimmt werden würde.
- In der Zwischenzeit wurden etliche Vereine und Interessengemeinschaften gegründet, die den Erhalt oder die Umnutzung des Güterbahnhofs anstreben.
Am 04.09.2011 entschied sich das Stimmvolk gegen den Güterbahnhof!
Mit leider nur 45.82% Ja-Stimmen ist der Bau des PJZ an Stelle «unseres» Güterbahnhofs so gut wie sicher.
Die Kreise 4 und 5 haben sich mit 56.46% klar gegen den Abriss des Güterbahnhofs ausgesprochen.
Wir danken allen, die mit uns für den Erhalt des Güterbahnhofs gekämpft, gebangt und gehofft haben. Das gesammelte geschichtliche Material zum Thema, die Bilder und das Manifest werden auch weiterhin auf unserer Homepage zur Verfügung stehen. Hiermit wollen wir nicht nur dem Güterbahnhof ein Denkmal setzen, sondern auch einem turbulenten Jahr, das zwar hier mit einem herben Verlust endet, doch viele Visionen, Diskussionen und spannende Momente mit sich brachte.
Wie geht es nun weiter?
Wir bleiben weiterhin bereit für den Dialog: sei es mit den SBB und dem Verein Güterbahnhof für mögliche Zwischennutzungen, sei es mit den involvierten Stellen, wenn es darum geht, Bau und Betrieb des PJZ so quartierverträglich wie möglich zu gestalten.
Wir nehmen das Versprechen, die Kaserne bald möglichst freizugeben, nicht nur ernst, sondern wörtlich. Wir erwarten klare Signale von Stadt und Politik, dass das Gelände nicht nur frei wird, sondern auch, dass es im Sinne des Quartiers und der Menschen im Quartier nutzbar gemacht wird.
Güterbahnhof reloaded – Das Manifest
Der Güterbahnhof ist ein Teil unseres Quartiers: Aussersihl ist mit ihm zusammen gewachsen, ohne ihn wäre der heutige Wohlstand Zürichs nicht denkbar, Zürich selbst als Stadt eine völlig andere (oder doch ein kleines Provinznest?), das Quartier hätte ohne ihn nicht sein Flair. Eindrücklich schmiegt sich das imposante Gebäude zwischen Hohlstrasse und Gleisfeld, bietet einen Blickfang und bildet eine Einheit mit dem Quartier, ohne anzuecken oder zu stören. Stadtentwicklung im reinsten Sinn, als natürlich gewachsene Struktur, wird hier deutlich.
Wir erhalten diesen Aspekt der Stadtentwicklung als historisches Dokument der Geschichte unserer Region, unserer Stadt und unseres Quartiers.
Der Güterbahnhof wurde seinerzeit den wachsenden Bedürfnissen einer zunehmend technologisierten Welt entsprechend projektiert und gebaut. Dies mit den damals modernsten Mitteln. Das Sägezahnprinzip war damals revolutionär und wurde weltweit kopiert.
Wir halten das Bewusstsein wach, dass der Güterbahnhof in seiner Einmaligkeit und in seiner Einbindung ins Quartier seine Daseinsberechtigung hat und ein schützenswertes Kulturgut ist. Wir pflegen dieses Kulturgut, indem wir seine Bausubstanz erhalten oder wo nötig sanft sanieren. Wir gewährleisten, dass der Komplex in seiner Gesamtheit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Über ein Jahrhundert definierte der Güterbahnhof das Quartier. Sein Einfluss auf die Stadtentwicklung ist nicht wegzuleugnen. Die Abnahme des Güterverkehrs auf der Schiene nahm dem Güterbahnhof seinen ursprünglichen Sinn. Nichtsdestotrotz ist die Bausubstanz gut und bietet sich für verschiedenste Nutzungen an.
Wir geben dem Güterbahnhof eine neue Aufgabe und neue Inhalte. Neue Nutzungen werden durch Bedürfnisse aus dem Quartier definiert, dass das neue Zentrum so aktiv gestaltet. Wir lassen flexible und neue Nutzungen zu, so entsteht Raum für einen Think Tank und ein Kulturzentrum von überregionaler Bedeutung. Auch eine gemeinsame Nutzung von Gelände und Gebäude mit Polizei und Justiz ist bei einer klugen Projektierung denkbar und möglich.
Das neue Nutzungsgefäss ist zukunftsorientiert, flexibel, ökologisch und ökonomisch. Bereits vorhandene Infrastruktur kann mit wenig Aufwand ergänzt und aufgewertet werden. Eine unkomplizierte Nutzungsverwaltung erleichtert den Zugang für alle Gesellschaftsschichten, Nationalitäten und Altersgruppen. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist optimal, Erreichbarkeit ist auch im überregionalen Sinne gewährleistet. Begegnung wird so ermöglicht, Integration gefördert. Die Aufwertung kann quartierkonform durch sanfte Massnahmen durchgeführt werden, ohne hippe und überteuerte, gesichtslose Kunst-Architektur.
Wir setzen uns ein für den Erhalt, die denkmalpflegerische Erhaltung und die Umnutzung des Güterbahnhofs im Sinne eines identitäts- und integrationsfördernden Quartierzentrums. Die Bevölkerung, in erster Linie die Quartierbevölkerung, aber auch Nutzer/innen aus Stadt und Region, soll die Räumlichkeiten gratis oder zu einem geringen Betrag nutzen können. Ziel ist es, einen Treffpunkt zu schaffen, der Kreativität, Kultur, Individualität und Zusammensein unter einem Dach vereint. Nicht mehr Waren, sondern die ideellen Werte menschlichen Beisammenseins werden umgeschlagen, im- und exportiert.
Mediterrane-Nächte
Stadt- und Gemeinderat betreiben eine ungebremste Liberalisierung und Kommerziailsierung des öffentlichen Raums mit Ihrem Entscheid des Pilotes zur Einführung von Mediterranen Wochenendnächten mit der Herausschiebung des Wirtschaftsschlusses von Boulevard-Gastronomien und Aussenwirtschaften.
Foto f.tai / 2019
Die Innenstadtquartiere werden als Wohnquartiere zunehmend in Frage gestellt und für sensiblere Bevölkerungsgruppen wie Familien, ältere Menschen und Berufstätige Menschen wird ihr Wohnumfeld bald nicht mehr bewohnbar sein.
Der Versuch von Mediterranen Wochenenden in Zürich wurden bei der Ausschreibung wie folgt festgelegt:
- Stadtkreise 3, 4, 5 und 9 am 11./12. Juli 2020 und 1./2. August 2020
- Stadtkreise 1, 2 und 8 am 18./19. Juli und 8./9. August 2020
- Stadtkreise 6, 7, 10, 11 und 12 am 25./26. Juli und 15./16. August 2020
Aus diesen Gründen haben sich verschiedene Quartiere und weitere Gruppierungen zur IG Innenstadt als Wohnquartier vereinigt um gemeinsam mit allen mitteln – politisch und juristisch der Problematik anzunehmen und gegen die zunehmende Kommerzialisierung, Eventisierung und dem Liberalisierungswahn Einhalt zu gebieten.
- Medienmitteilung Stadt Zürich vom 13.11.2019
- Medienmitteilung Gruppe Innenstadt als Wohnquartier vom 13.11.2019
- Ausschreibung Tagblatt 13.11.2019
Die Medienkonferenz der IG Innenstadt als Wohnquartier fand am 17.12.2019 um 10 Uhr in der Predigerkirche statt.
Folgende Unterlagen wurden abgegeben:
- Argumentarium zur Einsprache gegen das Projekt «mediterrane Nächte»
- Innenstadt als Wohnquartier: Forderungskatalog
Rechtliche Grundlagen:
- Veranstaltungsrichtlinien Stadt Zürich
- Gastgewerbegesetz Kanton Zürich
- Vorschriften zum Gastgewerbegesetz Stadt Zürich
- Bundesamt für Umwelt BAFU Belastungsgrenzwerte für Lärm
- Zuordnung der Empfindlichkeitsstufen / Fachstelle Lärmschutz Kanton Zürich
- Lärmschutz Stadt Zürich
- Lärmportal Cercle Bruit
- Aufhebung der Eventstrategie (STRB Nr. 606⁄2008); Einsetzung eines beratenden Veranstaltungsorgans, finanzielle Beteiligung an Veranstaltungen
Diverse Medienberichte:
laermgruppe.ch (Plattform IG Innenstadt als Wohnquartier)
SRF Zürich Regional 20.7.2020
Limmattaler Zeitung
SRF Regionaljournal
htr.ch Gastronomie
Mail-Online / Majorca + Ibiza
Stadt- und Gemeinderat betreiben eine ungebremste Liberalisierung und Kommerziailsierung des öffentlichen Raums mit Ihrem Entscheid des Pilotes zur Einführung von Mediterranen Wochenendnächten mit der Herausschiebung des Wirtschaftsschlusses von Boulevard-Gastronomien und Aussenwirtschaften.
Foto f.tai / 2019
Die Innenstadtquartiere werden als Wohnquartiere zunehmend in Frage gestellt und für sensiblere Bevölkerungsgruppen wie Familien, ältere Menschen und Berufstätige Menschen wird ihr Wohnumfeld bald nicht mehr bewohnbar sein.
Der Versuch von Mediterranen Wochenenden in Zürich wurden bei der Ausschreibung wie folgt festgelegt:
- Stadtkreise 3, 4, 5 und 9 am 11./12. Juli 2020 und 1./2. August 2020
- Stadtkreise 1, 2 und 8 am 18./19. Juli und 8./9. August 2020
- Stadtkreise 6, 7, 10, 11 und 12 am 25./26. Juli und 15./16. August 2020
Aus diesen Gründen haben sich verschiedene Quartiere und weitere Gruppierungen zur IG Innenstadt als Wohnquartier vereinigt um gemeinsam mit allen mitteln – politisch und juristisch der Problematik anzunehmen und gegen die zunehmende Kommerzialisierung, Eventisierung und dem Liberalisierungswahn Einhalt zu gebieten.
- Medienmitteilung Stadt Zürich vom 13.11.2019
- Medienmitteilung Gruppe Innenstadt als Wohnquartier vom 13.11.2019
- Ausschreibung Tagblatt 13.11.2019
Die Medienkonferenz der IG Innenstadt als Wohnquartier fand am 17.12.2019 um 10 Uhr in der Predigerkirche statt.
Folgende Unterlagen wurden abgegeben:
- Argumentarium zur Einsprache gegen das Projekt «mediterrane Nächte»
- Innenstadt als Wohnquartier: Forderungskatalog
Rechtliche Grundlagen:
- Veranstaltungsrichtlinien Stadt Zürich
- Gastgewerbegesetz Kanton Zürich
- Vorschriften zum Gastgewerbegesetz Stadt Zürich
- Bundesamt für Umwelt BAFU Belastungsgrenzwerte für Lärm
- Zuordnung der Empfindlichkeitsstufen / Fachstelle Lärmschutz Kanton Zürich
- Lärmschutz Stadt Zürich
- Lärmportal Cercle Bruit
- Aufhebung der Eventstrategie (STRB Nr. 606⁄2008); Einsetzung eines beratenden Veranstaltungsorgans, finanzielle Beteiligung an Veranstaltungen
Diverse Medienberichte:
laermgruppe.ch (Plattform IG Innenstadt als Wohnquartier)
SRF Zürich Regional 20.7.2020
Limmattaler Zeitung
SRF Regionaljournal
htr.ch Gastronomie
Mail-Online / Majorca + Ibiza
Schnittstelle Stadt-Quartier
Mitwirkungsverfahren zur Schnittstelle Stadt-Quartier
Präsidialdepartement
Gemeinsam für die Quartiere und ihre Bevölkerung
Das gute Zusammenleben in den Quartieren zeichnet die Stadt Zürich aus. Dies insbesondere dank der Eigeninitiative und dem freiwilligen Engagement zahlreicher Menschen und vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen in den Quartieren und Nachbarschaften. Die Stadtverwaltung begrüsst und unterstützt dieses Engagement. Sie bezieht die Quartiere bei Vorhaben, die diese betreffen, mit ein. Eine gut funktionierende Schnittstelle zwischen Stadt und Quartieren ist wichtig.
Orientierung an zunehmender Diversität der Stadt
Die Stadt Zürich ist im Wandel, die Quartiere wachsen. Es sind neue Quartierteile entstanden, verschiedene Quartiere werden dichter und die Bevölkerung wird immer vielfältiger. Die Vielfalt nimmt zu und ist eine Qualität der Stadt. In jüngerer Zeit sind zudem verschiedene zusätzliche quartiervereinsähnliche Organisationen entstanden. Die Stadtverwaltung will deshab ihre Schnittstelle zu den Quartieren analysieren und gegebenenfalls Optimierungen vornehmen.
Transparenter Einbezug aller Interessierten
In einem transparenten Mitwirkungsverfahren werden zusammen mit den Quartiervereinen und weiteren Quartierorganisationen sucht die Stadt nach allfälligen Verbesserungsmöglichkeiten. Es sollen eine Auslegeordnung gemacht, Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert und Optimierungen erarbeitet werden. Im Verfahren werden auch die Möglichkeiten der ePartizipation genutzt. Die Information über das Projekt – unter anderem auf dieser Website – erfolgt aktiv und regelmässig.
Auslegeordnung und Empfehlungen für die Politik
Die Auslegeordnung, die Diskussion und die Erarbeitung von Vorschlägen geschehen partizipativ und gemeinsam. Das Endergebnis ist offen. Es soll die wachsende und sich wandelnde Stadt Zürich und die Vielfalt der Zürcher Bevölkerung abbilden. Auf der Basis der Ergebnisse des Mitwirkungsporzesses werden Stadtrat und Gemeinderat entscheiden, welche allfälligen Änderungen an der Schnittstelle zwischen Stadt und Quartieren umgesetzt werden. Grundsätzlich geht es im Prozess nicht um eine Ausweitung der zur Verfügung stehenden städtischen Mittel und auch nicht um eine Reduktion, sondern allenfalls um eine Neuorganisation der Mittelverteilung.
Dokumente zum Mitwirkungsverfahren
Finanzielle Transparenz über Soziokulturelle Angebote sowie zu städtischen finanziellen Mitteln für die Quartiere von Sozialdepartement und Präsidialdepartement.
Bericht Mitwirkungsverfahren
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