Was Sie tun können…

Schritt 1: dokumentieren
„Belastungsgrenzwerte definieren maximale Immissionen, welche auf lärmempfindliche Bauten oder Gebiete einwirken dürfen. (…) Mit dem massgeblichen Belastungsgrenzwert verglichen werden die in der Mitte des offenen Fensters lärmempfindlicher Räume ermittelten Belastungswerte.“ (Quelle: www.laerm.zh.ch)

Dies bedeutet im Klartext, dass unter realen Bedingungen gemessen werden kann; man geht davon aus, dass Betroffene bei offenem Fenster schlafen (wollen). Halten Sie das Dezibelmeter in die Mitte des geöffneten Fensters und lesen Sie die Werte ab.

Grenzwerte finden Sie unter www.laerm.zh.ch, zusammen mit weiteren nützlichen Definitionen. Pauschal kann man jedoch sagen, dass tagsüber ein Wert von 65 dB und nachts ein Wert von 55 dB nicht überschritten werden kann. Dies gilt auch für Passantenlärm und die Gesetzeslage ist klar: verantwortlich für die Einhaltung der Grenzwerte ist der Verursacher / die Verursacherin (Bundesgesetz über den Umweltschutz, SR 814.01, vom 7. Oktober 1983, Art. 2: Wer Massnahmen nach diesem Gesetz verursacht, trägt die Kosten dafür.)

Ein Dezibelmeter können Sie bei uns ausleihen, wir sind froh, wenn Sie uns die Resultate Ihrer Messung mitteilen, wir werden diese auf unserer Homepage veröffentlichen, natürlich anonymisiert. Falls Sie keine Möglichkeit haben, den Lärm zu messen, notieren Sie sich bitte die Dauer des Ereignisses und Ihre subjektive Wahrnehmung (zum Beispiel „Samstag, den 21.04.2011 Musiklärm von 23.00 -03.30, ab 01.25 zusätzlich Lärm durch wegfahrende Autos; so laut, dass ich bei geschlossenem Fenster noch fast alles hörte“). Fragen Sie Ihre Nachbarn, ob sie das selbe festgestellt haben und unterzeichnen Sie dieses Lärmprotokoll gemeinsam.

Schritt 2: Dialog suchen
Suchen Sie das Gespräch mit den Verursachern. Äussern Sie sich mündlich, wenn es sein muss, schriftlich, aber vor allem: sachlich. Tun Sie sich mit Ihren Nachbarn und Nachbarinnen zusammen.

Schritt 3: Melden
Rufen Sie die Polizei. Seien Sie sachlich, die Disponenten in der Einsatzzentrale haben durchaus Verständnis für unsere Lage. Seien Sie nicht frustriert, wenn die Polizei verspätet ausrückt, oder vielleicht sogar gar nicht, weil Lärmklagen auf der Prioritätenliste halt weiter unten stehen als Mord und Totschlag. Ihr Anruf wird auf jeden Fall registriert; jede Lärmklage wird gesammelt. Wenn Die Polizei ausrückt, müssen Sie allerdings damit rechnen, dass man bei Ihnen klingelt. Dazu sind die Polizisten verpflichtet.

Gehen Sie zusätzlich am Folgetag zur Kreiswache, erstatten Sie Anzeige und geben Sie Ihr Lärmprotokoll ab. Gespräche, die wir mit verschiedenen Behördenvertretern führten, zeigten sogar, dass man froh ist über solche Anzeigen.

Schritt 4: Feedback an den Quartierverein
Informieren Sie uns, schicken Sie uns eine Kopie Ihres Lärmprotokolls. So können wir uns ein Bild machen, wo ein Eingreifen nötig sein kann und wir haben „Munition“ für Gespräche mit den Behörden. Wir gehen auch an den neuralgischen Punkten vorbei und führen selber Messungen durch.

Was wir tun können…
Infos und Links